Eine Erfolgsgeschichte mit dem Namen yoyo
Als wir im Jahre 1997 die Kletterschule yoyo gegründet haben war es zunächst einmal der Versuch, mit einer Bergsportschule das reine Klettern zu kultivieren. Es sollte keine weitere Bergsportschule auf dem Markt erscheinen, die alles und jedes anbietet, was sich irgendwie verkaufen lässt. Vielmehr war die Philosophie, das Angebot auf die Kernkompetenz der Gründer zu beschränken. Dies wiederum war auch nur möglich, weil die Gründer auf diesem Gebiet wirklich anerkannte Cracks schweizweit waren. Wir erinnern an Stephan Siegrist, Andres Lietha oder Thomas Götz, deren Kletterleistungen damals einem breiten Kreis der bergsportinteressierten Bevölkerung bekannt waren.
Die Namen der Teamgruppe haben im Laufe der Jahre geändert. So hat Stephan Siegrist mit seiner Parforceleistung im Rahmen von Eiger live den Durchbruch als Profibergsteiger geschafft und Andres Lietha hat es in die Wirtschaft gezogen. Neue Namen sind dazu gekommen (Marianne Ebneter, Christoph Schaub und Roger Schäli). Eine Konstante ist geblieben: Alle Teammitglieder sind weit mehr als nur Durchschnitt im Klettersport.
Ins Rampenlicht gerückt ist dabei namentlich Roger Schäli mit beeindruckenden Leistungen, zuletzt in der Eigernordwand, wo ihm zusammen mit Robert Jasper 2010 die erste freie Begehung der John Harlin-Diretissima und dieses Jahr der Team-Speedrekord in der Eigernordwand mit 4 Stunden und 25 Minuten gelang. Aber auch unsere anderen Teammitglieder haben immer wieder gepunktet, auch wenn weniger medienwirksam.
Die Gemeinsamkeit all dieser Leistungen ist, dass es das Resultat von beherzter Teamarbeit ist. Der Erfolg von yoyo ist letztlich auf diesen Umstand zurückzuführen. Wir sind kein Haufen von Einzelkämpfern, sondern wir verstehen uns als Teamplayer ohne Starallüren. Nur so war der Erfolg möglich, Wie oft erleben wir im Sport das Gegenteil. Der Fussballsport zeigt es eindrücklich, um nur ein Beispiel zu nennen: Sobald Sportler ihr eigenes Ego dem Team voranstellen, ist es um die Mannschaft geschehen. Es gibt Zoff, die Erfolge bleiben aus, und dann gibt es hauruck wieder einen Trainerwechsel.
Nicht so yoyo: Wir hatten noch nie Zoff. Das solidarische und kollegiale Miteinander ist unser Leitgedanke, und deshalb gibt es uns auch nach 15 Jahren noch. Dieses Miteinander hat wohl auch deshalb so gut funktioniert, weil wir nicht gewinnstrebig sind, sondern als Verein allfällige Überschüsse gemeinnützig einsetzen (z.B. Hakenfonds zur Sanierung von Kletterrouten).
In diesem Sinn und Geist hoffen wir auch für die nächste Saison auf die Unterstützung unserer Gäste und können ihnen versichern, dass wir einmal mehr alles geben werden, damit jeder auf seine Kosten kommt!
Für das YoYo-Team
Andrea Bianchi im Herbst 2011